Die Forschungsprämie

Für Forschung und Entwicklung kann in Österreich eine Forschungsprämie in Höhe von 12% (ab 2015: 10%) der Aufwendungen beantragt werden.

Das seit 2012 für die Beantragung erforderliche FFG-Gutachten stellt für viele Unternehmen eine Hürde dar, da es gilt komplizierte technische Sachverhalte in einer auf maximal 3.000 Zeichen beschränkten Beschreibung aussagekräftig darzustellen.

Unsere umfangreichen praktischen Erfahrungen haben gezeigt, dass viele Unternehmen die Fördermöglichkeiten bei weitem nicht ausschöpfen und somit meist erhebliches Ergebnis- und Cash-Flow-Potential auf der Strecke bleibt.

Die Forschungsprämie beträgt 12% (ab 2016: 10%) der Aufwendungen für Forschung und Entwicklung.

Prämienbegünstigt ist sowohl die eigenbetriebliche Forschung als auch die in Auftrag gegebene Forschung.

Die Auszahlung der Forschungsprämie erfolgt durch das Finanzamt, unabhängig davon ob ein steuerlicher Gewinn vorliegt. Die Prämie stellt darüber hinaus einen steuerfreien Ertrag dar.

Die der Forschungsprämie zugrundeliegende Definition für Forschung und Entwicklung ist sehr weit und umfasst beispielsweise:

  • Neuentwicklung, Weiterentwicklung und Verbesserung von Produkten
  • Entwicklung von Prototypen
  • Errichtung von Pilotanlagen
  • Optimierung von Verfahren und Prozessen

Eine Direktförderung bzw. das Vorliegen eines Patents sind keine Voraussetzung für die Beantragung der Forschungsprämie. Darüber hinaus können auch "fehlgeschlagene" Forschung sowie kundenspezifische Entwicklungen und Projekte begünstigt sein.

Die Bemessungsgrundlage der Forschungsprämie bilden die für Forschung und Entwicklung angefallenen Aufwendungen.

Zu den Aufwendungen gehören:

  • Löhne und Gehälter
  • Zukäufe
  • Investitionen
  • Finanzierungsaufwendungen
  • Gemeinkosten

Die Forschungsprämie ist mittels dafür vorgesehenen Formular bei Ihrem Finanzamt zu beantragen. Die Beantragung kann frühestens nach Ablauf des Wirtschaftsjahres und muss spätestens bis zur Rechtskraft des Steuerbescheides des betreffenden Jahres erfolgen.

Darüber hinaus ist seit 2012 für eigenbetriebliche Forschung eine Beurteilung über das Vorliegen der technischen Voraussetzungen bei der FFG einzuholen.